§ 22 Wie Rüdigershagen an Preußen kam und sich weiter begeben

Wiener Kongress 1815

Anno 1815, nachdem der Friedenscongress zu Wien beendigt und die Bestimmungen über den Besitzstand der einzelnen Staaten gemacht waren, wurde durch eine besondere Reichsacte das Dorf Rüdigershagen und der bei Heiligenstadt gelegene Gänseteich von Hannover an den König von Preußen abgetreten und Friedrich Wilhelm III. wurde Herr des Dorfes. Wohl konnten bei dieser Veränderung die Gefühle des Patriotismus und der Anhänglichkeit an den König von Hannover nicht unterdrückt werden und sprachen sich auf mancherlei Weise aus, aber allmählich verschwanden diesselben bei dem Bewußtsein, einen friedlichen, gerechten Fürsten unterthan zu sein, und ohne den geringsten Widerspruch fügte sich Rüdigershagen in alle preußischen Einrichtungen.

Anno 1816 am 31. Juli starb der Pastor Johann Benjamin Mosche, der beinahe 44 Jahre das Pfarramt hieselbst verwaltete, in einem Alter von 68 Jahren 2 Monaten und 14 Tagen.

Anno 1815, 19/11 brannten auf dem hiesigen Rittergute alle Wirtschaftshäuser und Scheunen ab und wurde zum Glück das ganze Dorf verschont. Der Pächter des Rittergutes auf dem Vorderhofe war damals Johann Ernst Christoph Peter, auf dem Hinterhofe wohnte die Besitzerin Majorin vom Hagen.

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